Archiv der Kategorie: Australien

Atherton Tablelands

Da wir nicht allzu viel Zeit hatten, besuchten wir nur die Highlights, die es unserer Meinung nach gab ;). So hielten wir zuerst im Ort Atherton selbst, um uns die Crystal Caves anzuschauen. Das sind aber keine Höhlen, wie man meinen mag, sondern eine „gebaute“ Höhle. Der Holländer René Boissevain hatte seine Sammelleidenschaft von Edelsteinen und Fossilien so ausgebaut, dass er eine künstliche Höhle schuf und dort alle seine Sammelobjekte der breiten Masse als Ausstellungsobjekte zur Verfügung stellt. Das wollten wir sehen…und es war wirklich toll gemacht. Die Edelsteine wirkten zum Teil wie dort gewachsen. Der wertvollste ist ein Amethyst, der über 2m hoch ist. Der Wahnsinn, wenn man so etwas findet ;). Nachdem wir uns am Funkeln und Glitzern satt gesehen hatten, ging es für uns weiter.

Ich habe nur die Fotos beschriftet, bei denen ich weiss, wie sie heißen. Die Steinliebhaber unter euch kennen die anderen 😉

Nach einer Übernachtung begaben wir uns auf den Millaa-Millaa-Circuit. Mit dem Auto fuhren wir die Millaa-Millaa-Falls, die Zillie Falls und schließlich die Ellinjaa Falls an. Jeweils ein kurzer Wanderweg führte zu den Wasserfällen, die alle schön, aber nicht sonderlich spektakulär waren. Unseren Besuch in den Tablelands schlossen wir mit einem weiteren Wasserfall, den Millstream Falls ab.

Daintree

Mit einem zwei neuen Reifen starteten wir von Cairns. Ziel war der nördlichste für uns zu erreichende Punkt an der Ostküste, das Cape Tribulation im Daintree Nationalpark. Einen Zwischenstop legten wir in Mossman ein und wir besuchten die Schlucht dort. Das Shuttle sparten wir uns und liefen die dreiviertel Stunde vom Parkplatz zur Gorge. Nach einem kurzen Spaziergang vor Ort, gönnten wir uns ein Bad mit den Massen an anderen Leuten im wirklich kühlen Nass. Aber es war so herrlich erfrischend! Das hatten wir auch nötig, denn es musste die dreiviertel Stunde bis zum Parkplatz halten Dann erlöste uns die Klimaanlage von der Hitze.
Weiter ging es nordwärts. Wir überquerten den Daintree River mit der Fähre…jetzt befanden wir uns auf verbotenem Gelände. Laut Mietvertrag durften wir nämlich nur bis zum Fluss, nicht weiter. Aber wenn man schonmal da ist… Die Straße ging quer durch den Regenwald. Hier war es herrlich kühl. Wir fuhren bis zum Thornton Beach. Dort schlugen wir unser „Zelt“ auf. In der Nacht machte der Regenwald seinem Namen alle Ehre…es regnete :D.

Am zweiten Tag im hohen Norden fuhren wir weiter bis zum Cape Tribulation. Es war recht unspektakulär. Es gibt einen kurzen Weg bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man nicht so viel sah. Und es gibt einen Strand, an dem man nicht baden gehen kann wegen der giftigen Quallen. Für uns ging es also zurück Richtung Süden. Um noch einmal Regenwaldfeeling zu Fuß zu bekommen, liefen wir entlang des Marrdja Boardwalks hindurch. Nach einer Weile kamen wir zu Mangroven und dann zurück in den „festen“ Regenwald. Wunderschön und schön kühl auch hier. Schließlich setzten wir mit der Fähre wieder über und fuhren jetzt legal weiter Richtung Atherton Tableland im Südwesten.

Great Barrier Reef

Mit „Down under“ ging es für einen Tag hinaus ins Great Barrier Reef. Auf dem Boot waren ca. 100 Leute, darunter viele Asiaten. Wir bekamen gleich am Anfang Schnorchel, Maske und Flossen, später noch einen Stinger Suit. Im Norman Reef war unsere erste Station. Einige gingen tauchen, wir gingen schnorcheln. Mit uns unsere neue Unterwasserkamera. Und seht selber…ein Traum von Korallen und bunten Fischen. Minifische, kleine Fische, große Fische, sehr große Fische in grau, schwarz, aber auch gelb, weiß, blau, rot, rosa, lila oder alles zusammen. Durch die Sonne wirkten die Farben schillernd…wie in einem tropischen Aquarium. Wir konnten uns kaum satt sehen, so toll war alles. André sah sogar einen Hai. Nach ca. eineinhalb Stunden gingen wir wieder an Bord, denn es gab Mittag. Und auch das war super. Wenn man die Schlange überwunden hatte, gab es Steak, Würstchen, Fisch, Garnelen, Nudelsalat, verschiedene grüne Salate und Brot. Wir packten uns die Teller voll und verspeisten das Essen mit Genuß. Wir steuerten mit dem Boot das North Hastings Reef an. Dort hatten wir nochmals zwei Stunden Zeit zum Schnorcheln. Wieder jede Menge tolle Fische und man war noch näher dran, denn es war gerade Ebbe. Wir sahen nochmals einen white tipped Hai…und er schwamm einfach weiter ;).Nach zwei Stunden war leider auch der Schnorchelgang vorbei und wir mussten wieder an Bord. Das Obst war schon alle…ich sag nicht, wer sich gleich zehn Stück Melone genommen hat :(. Auf der Rückfahrt genossen wir ein Glas Wein und Käsehäppchen auf dem Sonnendeck. So ging die letzte gebuchte Tour und das letzte Mal Schnorcheln in Australien zu Ende.

Die Beschriftung der Bilder ist ohne Gewähr…hab sie nur grob rausgesucht 😉

Walshs Pyramid

Wir wollten eigentlich gleich eine Tour ins Great Barrier Reef machen. Aber es war Ostern und somit alles ausgebucht. Wir hatten einen Tag Zeit, bevor es raus aufs Wasser ging und den verbachten wir statt dessen hoch oben. Genau gesagt auf 922m Höhe. Wir erwanderten die Walshs Pyramid. Dazu hieß es 5.30Uhr aufstehen, denn wir wollten es noch einigermaßen kühl im Aufstieg haben. 7.30Uhr waren wir am Start und wir waren nicht allein. Der gesamte Parkplatz war schon voll, was hieß ca. 10 Autos. Die Leute trafen wir alle im Aufstieg. Einige verpassten wir auch, weil wir gerade einen Geocache im Busch suchten ;). Es waren zum Schluß über zehn Stück und fast alle Leute waren vom Berg runter. Ich hätte locker bei einem Miss-wet-Tshirt-contest mitmachen können, so schwitzte ich. Die Aussicht war super…Berge in die eine Richtung, Ebene und Meer in die andere. Wir ruhten ein wenig aus, bevor wir uns auf den Weg runterzu machten. Nun begleiteten uns Anna und Jil aus Stuttgart. Sie hatten uns gefragt, ob wir sie begleiten können, weil es Jil nicht so gut ginng…Kein Problem für uns und so konnten wir Reisetips und Idee austauschen.
Da wir heute wieder in der Wildnis blieben, wollten wir uns noch ein wenig frisch machen und fuhren nach Aloomba zum Behana Creek. Dort konnten wir ins kühle Nass springen, denn hier gibt es keine Krokodile.

Paronella Park

Wir hatten es in einem Prospekt entdeckt…den Traum eines spanischen Auswanderers, José Paronella. Ab vom Highway fuhren wir einen kleinen Umweg nach Meena Creek. José hatte dort 1929 ein 5ha großes Stück Land gekauft, um ein Schloss zu bauen. Das wollten wir uns ansehen. Wir quartierten uns im dazugehörigen Caravanpark ein (im Preis inbegriffen :D) und machten als erstes eine Führung mit. So erfuhren wir, dass José sich hier mit seiner Frau Margarita seinen Traum erfüllte. Wir besichtigten die Mena Creek Falls, die im Gelände liegen und bis heute den Strom für den Park und die ganze Region durch eine Turbine liefern. Weiter ging es zum Ballroom, ein Ort, wo Filme gezeigt, Hochzeiten gefeiert und Bälle ausgestattet wurden. Über die Giant Staircase gelangt man zum unteren Bereich mit Pickickareal (für 100 Leute), den ehemaligen Umkleiden für Schwimmende und für Tennisspieler, die hinterm Haus die Plätze fanden. Weiter ging es in den „Grünteil“ mit dem Tunnel der Liebenden, der zu den Teresa Falls führt. José benannte die Fälle nach seiner Tochter und gestaltete sie liebevoll wie die größeren Meena Falls, die den Namen bereits hatten, als die Familie ankam. Wir sahen noch die Kauri-Allee…nicht so dicke Kauris wie in Neuseeland, aber trotzdem wunderschön. Man muss ein wenig Fantasie haben, um die Traumhaftigkeit des Ortes einfangen zu können…die Gebäude sind ausnahmslos verfallen und mit Moos überdeckt. Aber das macht das Mystische auch aus.
Bei einer Abendtour erzählte uns Mark, der heutige Besitzer, noch mehr spannende Geschichten und Details…er und eine Familie lebt Josés Traum weiter. Wir wandelten mit Taschenlampen durchs Gelände und entdeckten die nun angeleuchteten Gebäude noch einmal neu.