Lan Ha Bay

Ein Besuch der Halongbucht ohne Wassertour wäre nichts. Wir entschieden uns zuerst für eine Kayaktour. Gebucht bei einer nicht einheimischen Agentur, hatten wir den Vorteil von zwei wirklich englischsprachigen Guides. Denn auch wenn damit immer geworben wird, können die meisten dann nur ihre auswendig gelernten Sätze und wenn man etwas fragt, bekommt man ein nettes Lächeln und irgendeine Antwort, aber nicht auf die Frage, die man gestellt hat. Wir starteten mit einem größeren Boot, dass uns in die Lan Ha Bay brachte, wo wir auf die Kayaks umsteigen. Mit sieben ebensolchen paddelten wir zwischen den mehr oder weniger großen Inseln umher. Wir sahen viele der schwimmenden Häuser, die auf Styropor lagern (welches später die Strände verseucht), Fischer und einsame Sandstrände. Wir paddelten auch durch einen Tunnel und erreichten eine kleine, wunderschöne Lagune. Zwei mutige Jungs gingen baden. Wir anderen verkniffen es uns wohl, weil wir nicht wussten, ob wir den Wiedereinstieg ins Boot schaffen würden, oder weil es einfach zu frisch war. Es hatte nämlich wieder angefangen zu regnen und es wehte ein kühler Wind, der es unangenehm machen würde, sobald man richtig nass ist. Zum Mittag ging es zurück aufs große Boot, wo die Klettergruppe fürs Mittagessen zu uns stieß. Zwei Personen wechselten nach dem Mittag, als wir wieder in See stachen. Die Kayaktour wurde allerdings drastisch abgekürzt. Wir wollten durch eine Höhle paddeln, die erneut zu einer Lagune führt. Max und Nathan machten den Anfang. Sie hatten beim Hineinsteuern durch den engen Eingang aber einen so bescheidenen Winkel, dass die einströmende Tide sie an die eine Felswand druckte, sie sich oben abstiessen, das Boot seitlich voll lief und sie aussteigen mussten. André und ich waren hinter ihnen und sahen das Unheil mit an. Sie wurden in die Höhle geschwemmt. Sofort ging eine der Guides ins Wasser und schwamm mit großer Anstrengung (sie wurde ebenfalls an die Wand gedrückt) hinterher. Wir anderen blieben zurück und unsere zweite Guidin schwamm auch noch nach. Wir warteten ungeduldig, bis wir ein Lebenszeichen von Andrea bekamen, dass es allen gut geht. Das war passiert: Max und Nathan wurden samt Kayak bis in die Höhle hinten reingeschwemmt. Andrea hielt sich im vorderen Teil auf und Liz war mit hinten im Dunkeln gelandet. Sie schafften es, das Boot auszuleeren, aber nicht, es aus der Höhle zu bekommen. Sie fanden schließlich einen Weg über den Bergkamm zum Aussteigen, so dass sie wieder mit dem großen Boot (auf dem wir anderen bereits waren) ausgefahren werden konnten. Das Kayak sollte am nächsten Tag gerettet werden. Welch eine Aufregung! Zum Glück ging es allen, bis auf ein paar Schnittwunden an den Füßen von den scharfkantigen Muscheln, gut. Für uns war der Kayaknachmittag dadurch jedoch ins Wasser gefallen…aber was will man machen.

7 Gedanken zu „Lan Ha Bay“

  1. Muschelkörbe ? Vergessen zu fragen…nein, nein, nein, etwas so Spezial, ihr macht eine super Reise für VIELE Leute; wir leben Spannung, ihr musst das wissen ! sonst es ist unannehmbar…

  2. da hat’s Claude aber auf den Punkt gebracht, schon das zweite Fragezeichen bei den Bildunterschriften. Wie sollen wir uns da zurechtfinden?

    1. 🙁 … das passiert doch bloß, wenn so aufregende Sachen passieren wie ein Motorradklau oder ein Bootsunfall. Ich werd mich bemühen 😉

  3. WILLKOMMEN IN GERMANY
    UND EINE GUTE LANDUNG
    IN JEDER HINSICHT
    WÜNSCHEN EUCH
    LIEBE SIVIA & LIEBER ANDRE
    MAURO & ANNETTE

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