Siem Reap

Zwei Tage haben wir uns für Siem Reap und die berühmten Tempel von Angkor Zeit genommen. Mehr hätten wir auch nicht vertragen.
Den ersten Tag hatten wir zwei Fahrräder ausgeliehen. Endlich mal wieder Fahrrad fahren. Am Abend taten uns unsere Hintern weh, dass wir beschlossen, uns den zweitenTag anders fortzubewegen. Aber dazu später. Wir fuhren die kleine Runde und rollten das ganze von hinten auf. Das heißt, wir fuhren den Massen entgegen. Trotzdem waren es noch genug.
Das Ticket dachten wir, bekommen wir auf einer der beiden Zufahrtsstrassen. Pustekuchen. Es gab zwar einen Checkpoint, aber keinen Verkauf. Sie boten uns an, für zwei Dollar pro Ticket jemanden loszuschicken, der uns mit dem Motorrad die Tickets kauft. Nein. Nicht wegen dem Preis, aber aus Prinzip. Wie hätten ja auch jemanden hinsetzen können, der Tickets verkauft. Aber sie spekulierten auf Leute wie uns und die meisten wollen sicher bei der Hitze nicht die 4km zurück und auf der Parallelstrasse nochmal hinter fahren. Wir taten das.
Mit den Besichtigungen starteten wir am Ta Phrom, dem Tempel, in dem Lara Croft in Tomb Raider gespielt hat. Wir wandelten durch das Gelände und fanden immer neue schöne Ecken. Die Touristenmassen machten das Ganze aber nicht auszuhalten. Kein Foto ohne Leute und die berühmten Punkte waren mit Plattformen und Seilen gesichert. Das tat der Mächtigkeit und der Wildheit Abbruch.
Wir fuhren weiter zu den kleineren, unbekannteren Tempeln von Ta Keo, Ta Nei, Thomannon und Chau Say Tevoda. Hier war nicht ganz so viel los, was uns sehr gefiel. Die Tempel sind zum Teil schon sehr zerfallen. Man kann sich aber die Schönheit noch vorstellen und die Bauleistung für die damalige Zeit (um 1 000) ist bewundernswert.
Jetzt ging es wieder zu den Touristenmassen…Wir fuhren zum großen Angkor Thom Komplex und sahen uns dort um. Der darin befindliche Bayon Tempel ist wunderschön und auch noch gut erhalten. An unzähligen Türmen findet man große Gesichter, die alle lächeln. Er ist sehr verschachtelt und besitzt mehrere Etagen.
Dann reichte es uns für heute und wir verschoben Angkor Wat auf morgen früh.


Wir mieteten uns ein Moped. Das klingt normal, ist es aber nicht, da man in Siem Reap als Tourist normalerweise keins ausleihen darf. Anscheinend gibt es aber immer mehr Ansätze, dass es doch geht. So waren wir zum Sonnenaufgang im Angkor Wat. Die Sonne ging ein wenig neben dem Tempel auf, was es nicht ganz so beeindruckend machte. Aber schön. Nach der Besichtigung machten wir uns auf die große Runde und sahen uns weitere kleine Tempel an. Die waren zum Teil schöner als die großen, einfach weil wir hier fast allein waren. Den Nachmittag verbrachten wir im gekühlten Hotelzimmer (mit dem Moped kein Problem) und fuhren zum Sonnenuntergang Richtung Phnom Bakheng, wo alle sein würden. Leider ist hier Sonnenunterganggucken eher Nachmittagssonnegucken, denn die Tempel machen 17:30Uhr zu. Wir kamen also nicht mehr rein. Nach Angkor Wat konnten wir uns noch schmuggeln, so dass wir noch ein paar schöne Blicke erhaschen konnten, bevor man uns mit Trillerpfeifen rausschmiss. Keine Ahnung, wie die Sonnenuntergangsbilder, die man im Netz findet, entstanden sind…

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