Melbourne 1

Heute war Australian Day. Der 26.02. ist in Australien Nationalfeiertag. Und wir konnten die Feierlichkeiten in Syndey gar nicht miterleben, weil wir heute nach Melbourne geflogen sind. Dort sollte aber auch Feuerwerk sein. Wir fuhren mit dem Bus vom Flughafen weg, nachdem wir uns eingehend mit den lokalen Beförderungsentgelten auseinandergesetzt hatten. Beim Umsteigen in den Zug holten wir uns noch einen Kebab und dann gings bis zur Station Melbourne Central. Da es dort keine Schließfächer gibt, fuhren wir zum Southern Cross, schlossen unsere Rucksäcke ein und liefen mal los in die Stadt. Auf einer kleinen Runde kamen wir am Federations Square vorbei, wo Tennis übertragen wurde. Es spielte ein wenig weiter eine Band, die uns aber nicht sonderlich zusagte und so liefen wir weiter entlang des Flusses Yarra und am anderen Ufer zurück. Dann war die Zeit auch schon wieder ran, dass wir nach Balwyn zu Stefan fuhren. Wir durften freundlicherweise für die nächste Woche bei Stefan (Kommilitone von mir) und Fari seinem Mitbewohner unterkommen. Mit Stefan ging es dann mit dem Auto nach Kilda, einem Vorort von Melbourne. Von dort sollte man das Feuerwerk zum Australian Day in Melbourne sehen. Wir liefen am windigen und dadurch kalten Strand entlang bis zu einer Mole, wo man in der Dämmerung Pinguine beobachen konnte. Das Feuerwerk startete dann 9:30Uhr und ging recht lange. Auf alle Fälle länger als das zu Silvester in Auckland. Danach fuhren wir aber schnell wieder zurück, weil es zu kalt geworden war.

Am zweiten Tag in Melbourne ging es in die Docklands. Der Hafen sollte wohl so umgestaltet werden wie der Darlington Harbour in Sydney um die Ausgehwütigen anzulocken. Das ist aber nicht so recht gelungen und so ist er tags nur von Büroangestellten bevölkert. Wir liefen eine Runde hindurch und dann durch den Flagstaff Garden in die Stadt. Der Tag ging schnell vorbei, so dass es schon wieder an der Zeit war, um „nach Hause“ zu fahren.

Unser dritter Tag in Melbourne stand ganz im Zeichen der Australian Open. Wir hatten uns Karten fürs Viertelfinale gekauft. Das erste Spiel ging 11Uhr los, die Tore öffneten 10Uhr und wir waren kurz nachher da. So hatten wir noch Zeit uns bei den Werbeständen umzusehen. Wir gewannen sogar noch Flip Flops ;). Es gab außerdem noch einen sinnlosen Handventilator und flache Leuchttennisbälle für den Rucksack. Dann nahmen wir unsere Plätze ein und es begann auch schon das Einspielen für das erste Match: Venus Williams gegen Madison Keys. Wir waren für Madison, warum auch immer ;), vermutlich hatte sie das hübschere Kleidchen an. Und sie gewann sogar in 3 Sätzen – da war sogar ein bissl Spannung im Spiel. Die Arena war noch nicht voll, da die Presse und die Sponsorenplätze sich vermutlich beim Sekt vergnügten. Langsam kam auch die Sonne rum, so dass uns schon ordentlich beim Sitzen warm wurde. Wir verharrten trotzdem auf unseren Plätzen und verfolgten als nächstes das Spiel zwischen Serena Williams und Dominika Cibulkova. Serena gewann relativ deutlich gegen die sichtlich überforderten Slovakin. André ging nun raus auf die Außencourts, auf denen parallel die Doppel und spielerisch attraktivere Spiele der „Legenden“ zu sehen gab. Angeblich würden die ihn heute noch locker schlagen, wenn er sich nicht über die Kondition in den fünften Satz retten würde. Ich schaute mir hingegen noch das Männerspiel in der Rod Laver Arena zwischen Stanislas Wawrinka und Kei Nishikori an. Ich war klar für den Schweizer, der auch gewann (und im Halbfinale rausflog). Dann waren die Spiele in der großen Arena vorbei und wir gingen noch raus, ein paar kleinere Spiele anschauen. 18Uhr begann dann noch ein Konzert von Gossling, der wir noch eine Weile lauschten, bevor wir kurz vor 19Uhr auf den Federations Square in die Stadt liefen, dort noch was aßen und die ersten Sätze von Andy Murray gegen Tomas Berdych in der Night-Session anschauten. Dann gings nach Hause…