Tongariro Alpine Crossing

Heute ging es mal ganz zeitig los. Wir standen gegen 6Uhr auf, damit wir auch möglichst früh loslaufen konnten. Auf dem Programm stand das Tongariro Alpine Crossing. Dabei überquert man ein bis heute vulkanisch aktives Gebiet. Veranschlagt waren 8-10h Laufzeit. 7.40Uhr waren wir am Start in Ketehati. Wir liefen zusammen los bis zu den ersten beiden Caches. Dann trennten wir uns. André wollte die Abstecher auf beide Gipfel machen, wir Mädels wollten erstmal auf den Tongariro (1967 m) und dann schauen, wie es uns geht. So ging André in seinem Tempo vor und wir hinterher. Wir liefen zwar auch nicht gleich schnell, aber wir waren nicht so unterschiedlich in der Zeit, dass wir uns schnell bei einer Pause an der Keteahi Hütte wieder eingeholt hatten. Bis hierher hatten wir bereits anderthalb Stunden zurückgelegt und bis zu den Emerald Lakes war es nochmal so weit. Weiter ging es immer mehr bergauf. Wir kamen vom Wald in den waldlosen Bereich und auf vulkanischen Untergrund. Die erste ebenere Stelle kam beim Blue Lake. Der große See leuchtet in wunderschönem Blau und ist der Eingang zu den Kratern. Wir querten eine große Ebene, die ein erloschener Krater sein muss. Dann ging es erneut bergauf. Am Fuße des Aufstiegs sahen wir den ersten der drei Emerald Lakes. Im Bergauflaufen kamen die beiden anderen zum Vorschein. In unterschiedlicher Größe und den unterschiedlichsten Wasserfarben lagen sie hinter uns, als wir von oben alle drei sehen konnten. Einer eher blau, einer grün und einer irgendetwas dazwischen… ein toller Anblick mit den Vulkankegeln, dem Blue Lake und dem tieferliegenden Umland im Hintergrund.

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Weiter ging es zum Red Crater, dem roten Krater. Wir sahen ihn schon von Weitem rot leuchten. Der Aufstieg war der Hammer. Es ging wahnsinnig steil auf Vulkanasche und Lavabröseln hinauf. Zum Teil auf allen Vieren kriechend bewegten wir uns fort. Dazu kam, dass hier alle Leute der Gegenrichtung zusammen gekommen zu sein schienen. Ein emsiges Auf und Ab war die Folge mit Rutschen von allen Beteiligten. Nach schweißtreibendem Aufstieg konnten wir in den roten Krater blicken. Und wir sahen den Ngauruhoe (2291 m) vor uns. Beziehungsweise, was aus den Wolken davon  hervorschaute. Nun zweigten wir ab zum Tongariro. Immer in den Wolken laufend erreichten wir den Gipfel. Im Weg dahin kam uns André entgegen. Leider war von oben rundum nichts zu sehen. Die anderen drei Mädels machten hier die Mittagspause, ich lief wieder zurück zum roten Krater, um mit André zu essen. Immer wieder schauten Teile vom Ngauruhoe hervor. Ich überredete André, doch noch aufzusteigen und so zog er los. Ich nutzte die kleine Pause und nickte in der Sonne, bevor die Mädels kamen und wir gemeinsam abstiegen. Wir querten eine Ebene und schließlich ging es nur noch bergab. Ein kurzer Abstecher führte uns zu den Soda Springs, die aber Nichts besonderes sind. Gegen 17:15Uhr erreichten wir den Parkplatz und nutzten die Holzplattform, um uns auszuruhen. Keine Viertelstunde später kam auch André. Er hat leider nicht sooo viel sehen können vom Gipfel, diesen zu erreichen eine Schinderei war. Es war wie der Aufstieg zum roten Krater nur eben die ganzen 700Hm nach oben. Nach einer kurzen Verschnaufpause fuhren wir mit unserem Auto zum anderen Auto, tankten und fuhren zum gleichen Zeltplatz wie gestern, wo unsere Zelte noch auf uns warteten. Es war ein anstrengender Tag mit fast perfektem Wetter, der allen gefallen hat.