Rotorua und Taupo

Wir begannen den Tag mit einem Besuch bei den McLaren Falls. Dort wollten wir die Glühwürmchenhöhle besuchen und die Fälle. Die Fälle fanden wir, die Glühwürmchen leider nicht. Die Würmchen sind in Neuseeland aber nicht wie in Deutschland… sie fliegen nicht rum, sondern hängen an Fäden und leuchten, um ihre potentielle Beute anzulocken. Diese bleibt dann in den Fäden hängen und kann gefressen werden. Die Höhle war aber gar keine Höhle, sondern nur kleine Überhänge und so war es zu hell, um etwas zu sehen. Wir machten noch einen kleinen Rundweg und fuhren weiter nach Rotorua.

Hier besuchten wir Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao oder kurz Whakarewarewa. Das ist ein Maoridorf, das auf einem aktiven vulkanischen Gelände liegt. Überall blubbert und dampft es und es riecht nach verfaulten Eiern. Wir konnten uns frei bewegen und besuchten als erstes eine Maori-Tanzshow. 25 Minuten lang tanzte eine Gruppe von vier Frauen und vier Männern Maoritänze. Sehr beeindruckend war auch, wie sie mit ihren Bommeln und Stäben dabei rumwirbelten… sehr schön anzusehen. Danach aßen wir unseren überteuerten halben Maiskolben, der im heißen Pool gegart wurde. Hier herrschen in der Tiefe Temperaturen von 185°C. Bei der anschließenden Führungen kamen wir an den meisten Häusern des Dorfes vorbei, wie einfachen Wohnhäusern, dem Versammlungshaus, der „Küche“. Letzteres ist ein Holzkasten, der auf einem Dampfloch steht und worin die Speisen gegart werden. Man gibt alles hinein und in zwei Stunden ist es fertig. Vorteil ist, dass es nicht anbrennt und schön saftig bleibt. Gemüse wird im heißen Pool gegart… das geht ganz schnell. Das Bad besteht aus mehreren heißen Pools, die seeehr heiß sind. Nur wenn man die Hand reinhält, brennt es schon… geschweige denn mit dem ganzen Körper. Aber die Guidin meinte, nach zehn Minuten in dem Wasser ist dein ganzer Schmerz weg. Mag sein… man ist dann nur verbrüht ;). Das Ende der Führung war auf dem Aussichtspunkt für den Geysir. Er bricht ca. 20mal täglich aus. Puhutu ist der größere, Prince of Wales ist der kleinere und ein Vorbote für den großen. Da der kleine schon blubberte und sprühte, beschlossen wir, auf den großen zu warten. Und wir warteten und warteten. Kurz vorm Aufgeben in der prallen Hitze und als schon 40 der 50 Besucher gegangen waren, ging es doch noch los: der Puhutu sprühte seine Wasserfontäne ca. 30m über mehrere Minuten in die Luft. Sehr schön und beeindruckend anzusehen. Da hatte sich das Warten doch noch gelohnt. Wir schlossen unseren Besuch im Dorf mit einem kleinen Rundgang im Außengelände ab, wobei wir noch an heißen Pools und Schlammlöchern vorbei kamen.

Am nächsten Tag trennten wir uns von den anderen, da sie in einen geothermalen Park mit Eintritt wollten und wir nicht. Wir schauten uns stattdessen noch den Stadtpark von Rotorua an, wo es auch an einigen Stellen stark qualmte, stank und brodelte. Wir kamen noch an einem beeindruckenden Reed Wood Forest vorbei, der sagenhaft große und dicke Bäume hat. Dann trafen wir uns wieder und fuhren zu den Huka Falls. Durch eine Schlucht wird das Wasser so verengt, dass am Ende eine gewaltige Menge Wasser als Wasserfall heraussprudelt. Wir liefen noch einen Wanderweg, der sich aber als nicht so spektakulär herausstellte. Das tollste daran war der Hot Water Beach… wir Mädels gingen nakig baden… und dann kam ein Jetboot ;).

Die Mädels wollten noch ein bisschen die Stadt erkunden und gemütlich Kaffee trinken. Wir zogen also los zum cachen und shoppen. Wir verbrachten mehr Zeit als gewollt in der Stadt und fuhren dann direkt zum Zeltplatz, den wir uns vorher ausgesucht hatten. Anne und ich fuhren mit zwei Autos nach Mangatepopo. Dort stellten wir unseres ab und fuhren zusammen wieder zum Zeltplatz. Das war die Vorbereitung auf unsere morgige Unternehmung.