Auckland

Wir wollten 9Uhr in Auckland am Flughafen sein, weil dann Katrin aus Dresden ankam und wir sie dort abholen wollten. Sie war schon eher durch die Passkontrolle durch und so sammelten wir sie ein und fuhren in die Stadt. Katrin macht jetzt 16 Tage in Neuseeland Urlaub. Wir hatten ca. 3h Zeit, bis wir nochmals zum Flughafen fuhren, um Anne und Tina abzuholen, die von Vietnam zu uns stießen. Sie sind auch auf Weltreise und haben nun sieben Wochen Neuseeland vor sich. In den 3h sammelten wir einige Caches ein, die rund ums Hostel liegen. Einchecken konnten wir erst später zu fünft. Wir zogen nochmal zu einer kleinen Shopping- und Sightseeing-Runde los und hatten uns eine Menge zu erzählen. Abends machten wir die ersten Planungen für die kommenden Tage, bevor wir alle vor Müdigkeit fast vom Sessel rutschten. Den letzten Tag des Jahres nutzten wir für einen Stadtrundgang. Wir fingen im Hafen an und arbeiteten uns langsam, cachenderweise vor bis zum Mt. Eden, von dem man einen tollen Blick über ganz Auckland hat. Auf dem Rückweg kamen wir noch am Rathaus vorbei, was aber kein besonders beeindruckender Bau ist. Wir kauften Zutaten für das Curry und Sekt für den Abend ein. Nach dem Essen liefen wir wieder zum Hafen und warteten dort auf das spektakuläre Feuerwerk. Mit uns 1000e andere Leute. Der Skytower war vor 12Uhr schön beleuchtet, in der letzten Minute wurden die Sekunden an ihm „eingeblendet“ und „aus ihm heraus“ kam dann das Feuerwerk. Klingt kompliziert…schaut Euch die Bilder an ;). Wir verbrachten noch ein bisschen Zeit im Hafen und als es anfing zu regnen, liefen wir wieder ins Hostel.

 

Fahrt Nelson Auckland

Die letzte Nacht machten wir das erste Mal die Erfahrung, wie es ist, wenn dich jemand nachts durch die Autoscheibe anleuchtet. Wir hatten im Internet Informationen gefunden, dass man in Nelson auf einigen Parkplätzen kostenlos übernachten darf. Das hieß, wir mussten im Auto schlafen, dafür aber eben kostenlos. Den größten Platz hatten wir nicht gewählt, weil dort am nächsten (Sonntag-)morgen ein Markt stattfinden sollte. Wir stellten uns auf den Platz neben die Touriinformation, auf dem stand, dass man maximal 3h parken darf …ok, wir waren verunsichert. Wir stellten uns aber trotzdem dort hin, wie auch noch ein Holländer, der sich ebenso unsicher war wie wir ;). Wir bummelten noch im Finstern durch die Stadt und dann gingen wir ins Auto. Kaum hatten wir uns hingelegt, kam ein Auto angefahren und ein Mann mit Taschenlampe leuchtete uns durchs Fenster an. Ich (halbblind, da meine Kontaktlinsen ja schon raus waren) öffnete die Tür. Der Mann erklärte freundlich, dass wir hier nicht bleiben können und wir auf einen anderen Platz fahren sollten. Anscheinend ist das neu, dass man hier nicht stehen darf und so fuhren wir auf den anderen Platz. Der ist etwas größer und lauter, aber wir schliefen dennoch ein. Am nächsten Morgen suchten wir noch ein paar Caches in der Umgebung und besuchten dabei den Mittelpunkt von Neuseeland. Der ist aber nicht wirklich überzeugend bestimmt: Sie haben von dem mittleren Landkreis die Mitte genommen… geodätisch und kartographisch uninteressant also. Danach hatte auch die Dusche geöffnet, die auf einem der Parkplätze für zwei Dollar zu haben ist… das nutzten und genossen wir :D. Weiter ging unsere Fahrt nun Richtung Picton, wo uns die Fähre auf die Nordinsel bringen wird. Wir hatten aber noch den halben Tag Zeit, den wir mit cachen und der Fahrt in die Harvey Bay nutzten. Es war grässliches Nieselwetter, so dass man leider nicht viel sah. Wir mussten spätestens 13:30Uhr eingecheckt haben, so dass wir am nächsten Tag nicht zu spät losfuhren. Das Wetter war bei unserem Start immer noch nieselig-schlecht, bei unserer Ankunft in Picton schien mitterweile die Sonne. Wir checkten problemlos ein, warteten dann noch bis 14Uhr in der Autoschlange, bis wir auf die Fähre durften. Wir legten überpünktlich ab und auch an. Die Fahrt war schön, man sah immer Land, es schaukelte nicht zu sehr und die Fähre hatte Steckdosen ;). Nach der Fährfahrt war allerdings die Ruhephase für uns vorbei: wir hatten 650km bis Auckland zu fahren und hatten Zeit bis zum nächsten Morgen 9Uhr. André wollte erst noch den ältesten Cache von Neuseeland in Wellington suchen…so starteten wir auf die Fahrt erst 8Uhr. Ich fuhr bis 22:30Uhr, André weiter bis 2:30Uhr. Dann schliefen wir im Auto auf einer Restarea neben der Straße bis 5Uhr und fuhren weiter, so dass wir 8:35Uhr am Flughafen in Auckland ankamen… Warum das? …lest ihr im nächsten Artikel 😉

Abel Tasman Coast Track

Unser zweiter Great Walk stand an. Nachdem wir ja bei dem ersten, dem Kepler Track, mehr oder weniger im Trüben rumgelaufen sind, hofften wir auf ein wenigstens ein bisschen besseres Wetter. Unser Hoffen wurde erhört…es war  warm und sonnig. Am ersten Tag hatten wir nur fünf Stunden zu laufen. Das heißt, wir starteten nicht schon früh, sondern erst gegen Mittag. In Marahau hatten wir unser Auto stationiert und machten uns sonnencremegebadet auf den Weg entlang der Nordostküste. Wir hatten drei Zeltplätze im Voraus gebucht…so, wie es das DOC (Departement of Conservation) vorsah. Das hätten wir uns im Nachhinein sparen können, weil nie jemand unsere Tickets kontrolliert hat. Aber es dient ja der Konservierung ;).

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Wir liefen also vorbei an traumhaften Stränden, Buchten und über so breite Wege, dass wir Händchen halten konnten. Es ging oft nicht am Meer entlang, sondern auf einer Höhe, wo man die beeindruckenden Buchten von oben sah und sonnengeschützt in Riesenfarnwald lief. Immer wieder gab es schon Abstecher zur einem der vielen Zeltplätze des Weges. Für den letzten Abschnitt vor unserem Übernachtungsplatz nutzten wir eine Abkürzung. Da der Weg gezeitenbeeinflußt ist, gibt es an drei Stellen eine low-tide-Variante und eine high-tide-Variante. Wir hatten Glück…die Tiden waren gerade abends, so dass wir nach Torrent Bay mitten durch die Bucht über den Schlamm laufen konnten und so 50 Minuten Wegstrecke sparten. Da die Sonne hier noch bis ca. 9Uhr schien, liefen wir nach dem Zeltaufbau noch zum Strand. Auch dieser ist herrlich goldgelb und hat türkises Wasser…wo man aber durch die Ebbe eben erstmal hinlaufen muss ;). Es gab ein kurzes Erfrischungsbad nach der schweißtreibenden Wanderung…für mehr war es zu kalt. Und das Highlight kam aber noch: da ja heute Weihnachten war (ja, trotz Sonne und Strand und Licht bis 9:30Uhr) gab es den selber gemachten Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen. Und das wiederum am Strand auf einer Picknickbank…mal eine andere Erfahrung zu Weihnachten. Wir vermissten allerdings zum Kaffeetrinken den Stollen. Jeden einzelnen Tag im Advent!!! wir haben ein massives Stollendefizit! Es war für uns komisch, weil wir ja schon wussten, dass Weihnachten ist, aber wir uns gar nicht so gefühlt haben. Aber wir haben an Euch alle gedacht und uns vorgestellt, wie ihr die Geschenke unterm Weihnachtsbaum auspackt!

Der zweite Tag sollte unsere Königsetappe werden. Da wir auf die Gezeiten achten mussten (es gibt eine Stelle, da gibt es keine Umgehung bei high-tide) und die günstiger gelegenen Zeltplätze bereits ausgebucht waren, hatten wir 7:30 Stunden vor uns. Also machten wir uns bei Zeiten auf den Weg. Wieder ging es meist in einiger Höhe, unterbrochen von einigen Strandabschnitten, vorwärts. Wir mussten natürlich jedes Mal auch hinauf und wieder runter…so erreicht man auch seine 1000Hm am Tag! Da es abends wieder kein Wasser vorm Zelt geben würde, nutzten wir die Flut um die Mittagszeit und machten eine Pause zum Entspannen und Baden am Onetahuti Strand. Wir erreichten gegen 17Uhr die Awaroa Hütte, von der aus die Buchtquerung bei low-tide erfolgt. Der niedrigste Wasserstand sollte gegen 18:37Uhr erreicht werden und wir sahen schon, dass vier Leute es schon jetzt probierten. Dementsprechend hüfthoch waren sie schon im Wasser und kamen nicht voran, weil es anscheinend noch zu tief war… Wir nutzten die Wartezeit, um auf einer Picknickbank vor der Hütte in der Sonne unser Abendessen zu genießen und zuzusehen, wie immer mehr Leute mutig ins Wasser stiegen. Wir waren gegen 18Uhr fertig mit dem Essen und starteten dann ebenso. Ich hätte nun sogar meine über die Knie reichende Hose anbehalten können, weil das Wasser an den tiefsten Stellen nicht mal bis zu den Knien reichte. Wir liefen ca. 20 Minuten durch die Bucht, bis wir wieder etwas an Höhe gewannen und bis zu unserem Zeltplatz in der Waiharakeke Bay liefen. Wir waren nun insgesamt kanpp zehn Stunden unterwegs… und uns reichte es für heute. Der Zeltplatz ist nur für 10 Zelte ausgeschrieben, es waren aber zum Schluß 14…heißt, vier Zelte hatten nicht bezahlt und nahmen den anderen die guten Plätze weg. Wir bekamen wenigstens noch einen recht ebenen… Die letzten Sonnenstrahlen nutzen wir doch noch zum Baden im kristallklaren aber saukalten Wasser.

Nach der Anstrengung von gestern, war der heutige Tag der kürzeste der Wanderung: drei Stunden Fußmarsch standen uns bevor. Wir standen entsprechend spät auf und ließen uns sehr viel Zeit auf dem Weg. Heute war der faunistisch hervorragendste Tag. Als erstes sahen wir ein Rotkopfhuhn (Pukeke). Also das heißt nicht so, sieht aber so aus ;). Kurz vorm Ziel erspähte André einen kleinen, verängstig wirkenden blauen Pinguin. Wir ließen ihn in Ruhe und liefen weiter. Schon am Zeltplatz, der sich mitten an einem tollen langen goldgelben Sandstrand befindet, entdeckte André eine Robbe im Wasser. Sie plantschte vielleicht zehn Meter vom Strand entfernt vor uns herum und machte lustige Figuren. Das obligatorische Kiwihuhn gab es natürlich auch. Das heißt sicher auch nicht so, sieht aber bissl wie ein Kiwi und ein Huhn aus…deshalb unsere Namensgebung. Das Kiwihuhn gibt es an jedem Zeltplatz ;). André hatte dann noch sowas wie ein lebendes Blatt in seinen Beinhaaren ;). Und wir mochten gar nicht so richtig an dem tollen Strand baden gehen, weil es vor Fischeiern nur so wimmelte. Das war ein ekliges Gefühl und so sind wir nur mal kurz abgetaucht. Abends gesellte sich Jay aus Südkorea noch zu uns an die Picknickbank und so wurde es ein recht unterhaltsamer Abend mit interessanten Geschichten.

Der letzte Tag war auch nur 3h lang. Das heißt, wir liefen 3h. Nochmals ging es zwei recht lange, aber machbare Anstiege hinauf, bis wir endgültig abstiegen und an der Wainui Bucht herauskamen. Wir waren 12Uhr dort, 13:30Uhr sollte uns der Bus abholen, der uns zurück zu unserem Auto nach Marahau brachte. Er hatte ca. 20 Minuten Verspätung und der Busfahrer machte einen leicht verwirrten Eindruck. Aber wir kamen gut in Marahau an und machten uns mit dem Auto noch auf den Weg nach Nelson.

Cape Farewell

Wir hatten noch zweieinhalb Tage Zeit, um auf dem Abel Tasman Coast Track loszulaufen. Wir nutzten die Zeit, um das nördlichste Ende der Südinsel zu besuchen. Wir fuhren also die Straße bis zum Cape Farewell und übernachteten auch dort. Vorm Sonnenuntergang liefen wir zum Leuchtturm am Pillar Point, wir statteten dem wirklich nördlichsten Punkt einen Besuch ab und schauten uns die Küste bei Ebbe an. Dann wanderten wir noch zum Strand, wo man die Arch Way Islands sieht. Diese zwei felsigen Inseln liegen wunderbar im Sonnenuntergang, den wir dort dann auch erlebten. Wir hätten es nicht besser timen können. Dann bereits im Dunkeln fuhren wir zum Zeltplatz zurück und kochten noch Kartoffeln für den Kartoffelsalat für den Heiligen Abend übermorgen…

Am nächsten Morgen ging es nach der letzten Dusche für die nächsten fünf Tage wieder Richtung Süden. Wir besichtigten die größten Süßwasserquellen der Welt…sehr beeindruckend, was da an Wasser aus dem Boden sprudelt. Als nächstes sahen wir uns im Rock Labyrinth um. Hier stehen wahllos Sandsteinfelsen in der Gegend rum und man kann wie im Irrgarten durchlaufen. Wir hatten es uns besser vorgestellt, aber für Kinder ist es sicher schön. Weiter fuhren wir zu einer tollen Höhle mit mächtigen Stalagtiten. Und dann war der Tag schon wieder rum.

Wir standen normal auf und machten uns auf den Weg zum Startpunkt vom Abel Tasman Coast Track, dem Ort Marahau. Wir suchten unterwegs noch einige Geocaches und schauten uns den Apple Split Rock an, bevor wir auf dem Ausgangsparkplatz standen. Kurz nach Mittag ließen wir unser Auto stehen und liefen für die nächsten vier Tage los…

 

Arthur´s Pass

Wir starteten im Sprühregen von unserem Campingplatz. Das Wetter blieb mehr oder weniger den ganzen Tag so. Wir fuhren weiter die Westküste hinauf und bogen vor Greymouth nach Osten zum Arthurs Pass ab. Wir fröhnten mal wieder unserem Hobby und sammelten fast alle Caches unterwegs ein…was will man sonst auch bei dem Wetter machen?

Nach unserer Übernachtung kurz hinterm Pass buchten wir früh unsere Campingplätze für den Abel Tasman Coast Track, damit wir die sicher hatten. Danach ging die Fahrt weiter Richtung Osten. Der Pass und die Straße, die über ihn führt, sind nicht sooo spektakulär, wenn man andere Pässe der Alpen kennt. Das Tal ist recht weit und man merkt gar nicht richtig, dass man auf einem Pass ist. Wir sahen unterwegs, als es einmal nicht regnete, eine Höhle an. Aber nur von außen 😉 Und dann nach kurzer Fahrt noch den Castle Hill, ein tolles Bouldergebiet mit Sandsteinblöcken, die verstreut auf der Wiese rumliegen. Ansonsten fuhren wir recht zügig durch, weil wir noch bis Hanmer Springs kommen wollten. Das sind die bekanntesten heißen Quellen in der Nähe von Christchurch. Wir testeten sie…herrlich. Wir brauchten ja sowieso mal wieder eine Dusche. So weichten wir uns erst vorher ein. Es gibt verschieden heiße Becken von kalt (27°) bis super heiß (42°). Die kalten ließen wir weg, obwohl man sich fast einen Sonnenbrand holte im Wasser ;). Wir probierten auch die Sulfurbecken aus…danach rochen wir nach faulen Eiern. Also nochmal in das Whirlpoolbecken…das gefiel uns am besten und wir ließen uns ordentlich durchsprudeln mit den verschieden starken Düsen.

Am nächsten Tag stand auch nichts Besonderes an…wir wollten einfach in Richtung Norden voran kommen. Wir hielten an verschiedenen Geocaches, die uns zu einigen netten Orten brachten und fuhren so bis Kawatiri, wo es mal wieder einen kostenlosen Campingplatz gab. Wir waren ja frisch gewaschen ;).