Buenos Aires

André kannte Buenos Aires schon … und wollte es mir zeigen. Wir hatten fünf Tage eingeplant, die wir auch benötigten. Das aber nicht zuletzt, da es die ersten beiden Tage durchregnete und wir zwei Freunde, Andreas (DD) und Gabriel (MDZ) jeweils mit Familie, treffen wollten. Die ersten drei Nächte übernachteten wir in San Telmo, dem Tangoviertel von BsAs. Ich finde, es gleicht der Dresdner Neustadt … viele Cafés und Kneipen und viele Antik- und Alternativläden und noch mehr Tradition. Wir starteten in der Innenstadt, kamen durchs Botschaftenviertel und durch San Telmo. Um dem schlechten Wetter zu entgehen, besuchten wir das Casa Rosada, das „Rosa Haus“, welches das Regierungsgebäude von Argentinien ist. Wir machten eine kostenlose Führung mit, was sehr interessant war und wir bis auf den Schreibtisch der Präsidentin schauen konnten 😉 – leider hatte sie kein Strategiepapier, um das Land aus der Krise zu führen. Wir fuhren mit der U-bahn, damit wir im Trockenen waren und wir besuchten das Café Tortoni, das älteste von BsAs. Ebenfalls bei Regenwetter schauten wir uns das Hafenviertel an. Das ist mittlerweile das teuerste Viertel von BsAs, weil alle Häuser renoviert oder neu gebaut wurden. Als das Wetter schöner war, fuhren wir nach La Boca. Dort sollte man sich als Tourist nur in der Touristenzone aufhalten, weil es außerhalb zu gefährlich ist. Das machten wir also auch. Wir liefen den Caminito entlang, dem ehemaligen Hafen, wo die Häuser mit den Restfarben der Schiffe bunt angemalt sind. Gut, dass die Sonne schien … so leuchteten die Farben :D. An diesem Abend zogen wir um in ein Boutique-Hotel. André hatte Gutscheine, so dass wir dort eine Nacht gratis übernachten konnten. Es war unglaublich … wir waren sonst nur in Hostels, da war das schon ein anderer Standard. Einfach herrlich … schade nur, dass es nur für eine Nacht war. Die letzte Nacht verbrachten wir dann in einem Hostel in Palermo. Wir hatten den letzten Tag Fahrräder geliehen und fuhren damit zur Oper. Dort wollten wir eine Führung machen, die die Regentage ausgebucht war. An diesem Tag mit Sonne, gab es noch freie Plätze ;). Ein sehr prunkvoller Bau. Weiter fuhren wir durch die Stadt an diversen Geocaches vorbei bis zum Friedhof in Palermo. Dort besuchte wir Evitas Grab und bestaunten die wahnsinnig großen und wahnsinnig aufwändigen Gräber bzw. die Grabverzierungen. Als Abschluß fuhren wir abends mit der U-bahn nochmal in die Stadt, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Und so gingen die vielen Tage in BsAs wie im Flug vorbei …

 

Montevideo

Nach Montevideo fuhren wir ebenfalls, um einen Stop in der langen Fahrzeit einzulegen. Und wir wollten die Innenstadt anschauen. Wir folgten einem ausgewiesenen Stadtrundgang, um alles Sehenswerte zu sehen. So kamen wir zum Rathaus, zur Plaza mit dem Regierungssitz und zum Hafen. Die Stadt wirkte auf uns etwas chaotisch in der Architektur. Neue Bauten stehen neben richtig alten und die Architektur ist manchmal auch recht putzig. Doch seht selber auf den Bildern.

Florianopolis

Florianopolis war für uns nur ein kurzer Zwischenstop auf dem Weg weiter in Richtung Süden. Da wir nicht zwei Tage am Stück im Bus sitzen wollten, entschieden wir uns für einen Tag Aufenthalt in Floripa. Das heißt eigentlich verbrachten wir ihn nicht in der Stadt, sondern fuhren ans Nordufer der Halbinsel, an dessen Beginn Floripa liegt. Wir wollten dort an den Strand gehen, was wir auch taten. Es war ein schöner Strand, das Wasser war ein wenig kalt. Und weiter geht die Reise…

Mit dem Serra Verde Express zur Ilha do Mel

In Curitiba hatten wir das Auto ausgeliehen, also brachten wir es auch dort wieder zurück. Nach einer Nacht im Hotel(!) ging es für uns früh weiter Richtung Küste. Wir fuhren mit dem Serra Verde Express nach Morretes. Die Strecke an sich ist sehr schön. Sie führt durch Wälder, über Brücken entlang von Wasserfällen und Seen hinab, bis sie in Morretes ankommt. Spektakulär ist aber etwas anderes ;). Wir hatten allerdings auch die mittlere Klasse gewählt, was einen Guide in Portugiesisch beinhaltete…somit bekamen wir nicht alle Informationen mit. Aber es war schon schön.

Von Morretes wollten wir weiter auf die Ilha do Mel. Das hieß mit dem Bus weiter bis nach Paranaguá und dort auf die Fähre. In 2h waren wir auf der Insel und mit uns das mäßige Wetter. Nichts war mit baden…es war bewölkt und frisch. Wir suchten uns einen Campingplatz…den Sand haben wir heute noch im Zelt. Die Insel ist nicht sehr groß, so dass wir an 2 Tagen den Leuchtturm, eine Höhle und die Festung entspannt anschauen konnten. Wir liefen meist am Strand entlang. Ein Rückweg war allerdings nicht mehr möglich, weil Flut war. So mussten wir uns einen anderen Weg suchen. Die Tage waren sehr entspannt. Und wir genossen die Stille auf der Insel, bevor im Hochsommer die Touristen und Einheimischen massenweise hier Erholung suchen.

Intervales

Was macht man auf einer Weltreise als Cacher? Man sucht DEN letzten Cache eines Cachetyps, den es noch gibt. Praktisch, dass er für uns „auf dem Weg“ lag ;). Als die Planet der Affen erschienen, gab es einen Typ Cache, genannt APE-Cache. Von diesen gibt es jetzt nur noch DEN einen. Und der liegt in Brasilien im Intervales Statepark. Da die Parkranger nur Portugiesisch sprechen, ließen wir uns vom Besitzer des Caches eine Unterkunft buchen, ohne zu wissen, was uns erwartet. Wir mieteten uns ein Auto für 5 Tage und kamen mit diesem hab 9 im Dunkeln im Intervales Statepark an. Der Pförtner wusste gleich, wer wir sind. Er rief jemanden an und wir sollten dem kurze Zeit später kommenden Auto folgen. Wir fuhren zum Haupteingang, bekamen den Schlüssel von unserer Esquilo Lodge und wurden dann zu dieser begleitet. Wir bezogen unser Quartier für die nächsten 3 Nächte. Wir wohnten in einem Haus mit Küche, Aufenthaltsraum mit Kamin und Fernseher im Erdgeschoss. In die oberen 5 Zimmer kamen später am Abend noch junge Brasilianer, die aber nett waren und uns nicht störten. Am nächsten Tag meldeten wir uns noch offiziell an…auch die Frau an der Rezeption wusste gleich, wer wir sind. Gut so, denn auch sie sprach nur Portugiesisch. Nun konnte das Abenteuer losgehen. Wir wählten zuerst die Wanderweg Richtung APE-Cache. Von offiziellen Weg ging es einen gut ausgelatschten Trampelpfad in den Dschungel. Wir hörten Vögel, sahen eine Schlange (wie sich später herausstellte war sie giftig) und dann erreichten wir IHN. Wie schön leuchtete die riesengroße Militärbox in der Dose. Fast wie im Film :D. Wir ließen uns Zeit mit loggen, Fotos machen, alles anschauen, was drin ist und mit Lesen der Logeinträge. Und was nun? Na es gibt noch soooo viele andere Caches im Nationalpark. Und so entdeckten wir ganz tolle Ecken im Park, inklusive Aussichtspunkten, Seen und Kalkhöhlen. Außerdem gab es eine Menge tolle Tiere und Pflanzen zu bestaunen. In den Tagen im Park wurde es nicht langweilig. Am letzten Tag lernten wir noch den Besitzer des Caches kennen. Er lebt im Park und arbeitet dort als Ranger. Es war auf alle Fälle ein kleiner Umweg, der sich gelohnt hat und den wir jedem empfehlen würden…auch ohne cachen ist der Park wunderschön.