Galapagos – Teil 2/3

Den nächsten Tag ging es schon zeitig los: Wir fuhren 5Uhr los Richtung South Plaza im Osten von Santa Cruz. Dort hatten wir unseren nächsten Landgang. Weiter ging es nach Santa Fé, wo wir nach dem Mittag das erste Mal schnorchelten. Es war noch ein wenig komisch am Anfang, aber wir gewöhnten uns schnell daran. So sahen wir ganz viele bunte Fische und die Seelöwen spielten mit uns im Wasser. Nach dem Umziehen hatten wir noch einen weiteren Landgang, wo wir wieder Iguanas und auch Seelöwen beobachten konnten. Die Insel hatte außerdem große Kakteen und einen schönen Sandstrand.

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Bereits 3Uhr starteten wir am nächsten Tag. Die Fahrt war immer recht laut, weil ja der Motor ging. So fuhren wir meist tagsüber, damit wir in Ruhe schlafen konnten. Angekommen am Kickers Rock im Westen von San Cristóbal, legten wir die Schnorchelausrüstung an und bei gefühlt 10°C und noch kälterem Wasser gings ins Wasser. Wir schnorchelten zuerst durch eine ca. 10m breite Schlucht, dann zwischen dem Fels und der Insel hindurch. Wir sahen Schildkröten, Seelöwen und Galapagoshaie.

Schildkröten: Hier reden wir von Meeresschildkröten. Wir sahen sie schwimmen und sie schauen lustig aus dem Wasser raus. Sie können den Samen bis zu 2 Jahren in sich behalten, ohne schwanger zu werden. Wenn das Futterangebot gut ist, holen sie den Samen einfach wieder raus ;). Schildkröten kommen noch dazu bis zu 1 Jahr ohne Futter aus. Deshalb wurden sie früher als Schiffsnahrung mitgenommen…

Galapagoshaie sind recht kleine Haie. Wir sahen sie von oben… was mir persönlich auch am liebsten ist, auch wenn sie kein Interesse an uns zeigten ;).

Die Merak tuckerte die ganze Zeit in der Nähe von uns rum. Hier war es zu tief um zu ankern. Wieder an Bord fuhren wir weiter nach Ilot Lobos für einen Landgang. Heute sahen wir die Blaufußtölpel tanzen :D. Die nächste Insel auf unserem Programm war Espanola. Wir benötigten recht lang dort hin und die Fahrt war recht langweilig.

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Am nächsten Morgen besuchten wir Espanola. Diese Insel ist die einzige im Galapagos-Archipel, auf der Albatrosse leben. Galapagosalbatrosse sind riesig (wenn auch klein für Albatrosse) mit Flügelspannweiten bis 2,40m. Sie sehen witzig aus mit ihren weiß-gelben Köpfen, haben flauschige Küken und sie tanzen auch ganz putzig, aber anders als Blaufußtölpel. Albatrosse benötigen eine Steilküste um zu starten, weil sie mit ihrem 4kg Körpergewicht zu schwer sind, um allein abzuheben. 

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Galapagos – Teil 1/3

Wir könnten jetzt die neuesten Bilder nutzen, um die Flora & Fauna-Seite zu überschwemmen…aber nein, wir machen einen eigenen Blogeintrag ;). Es gibt auch allen Grund: Wir waren auf den Galapagos-Inseln. In Quito für sehr viel Geld gebucht, waren wir 9 Tage unterwegs. Den ersten Tag haben wir auf der Hauptinsel Santa Cruz verbracht, die kommenden 8 waren wir an Bord der Merak, einem Segelboot für 8 Touristen. Aber von vorn: Unser Flug in Quito ging recht zeitig, so dass wir schon vormittags auf Baltra landeten. Von dort brachte uns ein Bus in 10Minuten zur Fähre, die Fähre dann zu einem weiteren Bus nach Puerto Ayora, dem Hauptort auf Santa Cruz. Leider ging es nicht so gut weiter… uns öffnete nämlich keiner das Hostel, was wir (am Rande der Stadt) gebucht hatten, so dass wir mit dem Gepäck in der Mittagshitze ins Zentrum liefen, um 2h später festzustellen, dass immer noch keiner da war. Wir fragten die Nachbarn, bis uns eine Nachbarin „hintenrum“ öffnete… wir hofften, dass es nur besser werden kann. (die Besitzerin kam dann übrigens 21Uhr, als wir schon im Bett lagen und meinte, alles sei nicht so schlimm). Wir schauten uns die Promenade an, eine Mangrovenlagune und Tortuga Bay, ein Strand mit tollem Sand und hohen Wellen. 

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Am nächsten Tag sollten wir anderen Mitfahrer 10:30Uhr am Flughafen treffen… also fuhren wir die Strecke wieder nach Norden hinauf. 11:30Uhr waren dann die letzten mit dem Flieger da und wir trafen John, unseren Guide für die nächsten 8 Tage. Mit uns an Bord waren außerdem Ilona und Manuel aus Holland, Sophie und Benoit aus Belgien und Kim und Matthias aus Deutschland. Die Crew bestand neben dem Kapitän aus einem Koch und einem „Mädchen für alles“, was in dem Fall ein Mann war 😉 Es ging mit dem Bus zum Hafen, wir konnten aber noch nicht an Bord gehen, weil das Schiff noch betankt werden musste. Dies ging wiederum nicht, weil die Jungs der Tankanlage meinten, gerade jetzt Mittag machen zu müssen… wir vertrieben uns die Zeit mit den ersten Tierbeobachtungen, bis es 14:30Uhr endlich los ging. Wir hatten zwar ein Segelschiff, aber die Segel sahen wir leider nur im eingepackten Zustand. Wir motorten zuerst nach Norden nach Nord-Seymour. Dort hatten wir unseren ersten Landgang und sahen gleich die Tiere, die wir am meisten wiedersehen sollten: Iguanas, Fregattvögel, Blaufußtölpel und Seelöwen. John wusste uns zu jeder Spezies was zu erzählen. Das konnten wir uns natürlich nicht alles merken und wir wollen Euch auch nicht langweilen, deswegen nur das, was uns am meisten beeindruckt hat bzw. das was hängen geblieben ist 😉 

Iguanas: Sie sehen wie kleine Drachen aus, aber da sie so klein sind, sind sie recht niedlich. Sie liegen rum wie Steine und auch mal auf diesen, so dass wir immer wieder aufpassen mussten, nicht auf sie drauf zu treten. Sie werden in zwei Hauptarten unterteilt, eine welche ausschließlich auf dem Land lebt, und dann noch eine Art, welche sowohl im Wasser als auch auf dem Land lebt – marine Iguanas, diese sollten wir später noch kennen lernen. Sie sind Vegetarier. Die an Land lebenden fressen am liebsten Kaktusfrüchte, wo sie aber nur schwer rankommen und somit so lange warten, bis diese im reifen Zustand herab fallen. Die Salzwasserfreunde weiden gerne in den Seegraswiesen.

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Fregattvögel begleiteten uns jeden Tag. Die Weibchen sind unscheinbar, die Männchen haben rote Luftsäcke an der Kehle. Sie blasen sie auf, wenn sie in der Paarungszeit sind und die Weibchen beeindrucken wollen. Fregattvögel haben kein wasserschützendes Öl in ihren Federn, deswegen können sie nicht fischen. Um an Futter zu kommen, stehlen sie hauptsächlich den anderen Vögeln die Fische weg. So kreisten immer wieder welche um unser Boot, weil sie meinten, sie könnten bei uns was abstauben.

Blaufußtölpel sind meine Lieblingstiere auf Galapagos. Sie haben, wie sie schon heißen, blaue Füße. Sie sind putzig anzusehen mit ihren blauen Füßen und der englische Name klingt auch noch lustig: Blue Footed Boobies – natürlich muss man das im normalen (schnellen) Tempo sprechen. Sie tanzen, wenn sie auf Partnersuche sind und sie schnellen wie Pfeile senkrecht ins Wasser, wenn sie Fische fangen. (die Fische stieben dann auseinander und der Blaufußtölpel ist so schlau, erst im Auftauchen einen zu schnappen, wenn sie schon wieder zusammen geschwommen sind). Sie legen pro Gelege 2 Eier, aber nur das stärkere Küken überlebt.

Seelöwen: Wenn sie klein sind, sehen sie total niedlich aus 😉 Sie liegen oft faul irgendwo rum und vertreiben nur die Fliegen. Im Wasser sind sie sehr schnell. Sie können einem Hai entkommen, weil sie wendig sind und nicht nur in eine Richtung schwimmen wie die Haie. Wenn man den Foto rausholt, um sie zu fotografieren, setzen sich die meisten schon in Pose 😉

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Otavalo

Otavalo muss man gesehen haben. Also nicht unbedingt die Stadt, dafür aber den Markt und das am besten am Samstag. Um genügend Zeit zu haben fuhren wir bereits freitags hin, nahmen uns ein nettes Hostel und liefen in die Stadt. Der Markt ist jeden Tag, aber heute war fast nichts los. Wir konnten also alles anschauen und die wahnsinnig tollen Farben bestaunen. Am nächsten Morgen sah die Stadt schon anders aus… viel mehr Leute waren unterwegs.

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Für uns ging es durch die Ausläufer in den Straßen erstmal zum Tiermarkt. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt. In verschiedene Bereiche eingeteilt, trafen wir zuerst auf Hühner, handlich an den Beinen zusammengebunden und kopfüber getragen. Weiter ging es beim Großvieh. Es gab Kühe, ein paar Pferde, Lamas und Hausschweine. Immer kleiner werdend, gab es weiterhin kleine Katzen und Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Küken, Entenküken und auch Kampfhähne. Die gingen immermal aufeinader los, so dass man sich einen Hahnenkampf richtig vorstellen kann… Herrlich dem bunten Treiben zuzuschauen. Ich könnte mich hier den ganzen Tag aufhalten. Am Rande des Geschehens gab es noch ein paar Unterhalter, die die nicht Kaufwilligen unterhielten.

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Wir wandten uns wieder dem Touristenmarkt zu. Hier gab es auch viel zu sehen. Alle möglichen Textilien, Hüte, Bilder und reichlich Schnickschnack. Die Farben sind beeindruckend und ich denke mal wieder, wie schade es ist, dass es bei uns immer nur solche traurigfarbigen Klamotten gibt… Schade auch, dass wir nicht so viel kaufen können… wir müssten ja alles tragen. Und ein Paket wollen wir nicht jetzt schon schicken… Also gibt es für mich nur eine Hose und ein Shirt… damit ich nicht immer nur in den Outdoorsachen rumlaufen muss und ich etwas zum Anziehen habe, wenn die anderen Sachen in der Wäsche sind.

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Quito

Wir sind zwar schon viel rumgekommen, aber die Stadt, wo wir gelandet sind, haben wir noch nicht angeschaut. Heute war die Zeit gekommen…Wir waren von Quilotoa kurz nach dem Mittag zurück und liefen in die Altstadt.
Das erste Ziel, was von Weitem unübersehbar ist, ist die Kathedrale. Ich ging rein, André hatte kurze Hosen an ;). Recht schlicht ist sie, aber wunderschöne bunte Glasfenster.

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Durch die Altstadt liefen wir Richtung El Panecillo, einem Hügel mitten in der Stadt, auf dem eine Jungfrauenstatue steht. Sie ist die größte und die einzige beflügelte Jungfrau der Welt :D. Wir hatten schon gelesen und gehört, dass der Aufstieg gefährlich sein soll. Da wir den Bus nicht fanden, nahmen wir ein Taxi. In schönem Nachtmittagslicht sahen wir Quito nun von oben. Zumindest soweit wir sehen konnten ;). Das einzige Taxi war dann weg… wie kommen wir nun runter? Mit dem letzten Touribus hätten wir fahren können. Aber es fuhr noch ein Stadtbus vorher. So kamen wir sicher wieder runter und ins Hostel.

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Laguna Quilotoa

Da unsere Galapagos-Tour am Sonntag beginnt, hatten wir noch etwas Zeit. So beschlossen wir, der Laguna Quilotoa einen Besuch abzustatten. Wir fuhren 11Uhr in Mindo los, mussten in Quito mehrmals umsteigen und waren 16:30Uhr in Latacunga. Hier wollten wir ursprünglich 3 Nächte bleiben (inkl. Tagesausflug nach Quilotoa), aber die Stadt war uns zu groß und zu laut.  

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Wir fuhren also am nächsten Tag 12Uhr mit einem Bus weiter. Am Busbahnhof lernten wir Lisa aus Holland kennen, die auch nach Quilotoa wollte. Der Busfahrer befestigte unsere Rucksäcke abenteuerlich auf dem Dach, aber wir kamen 14Uhr inklusive unserer Rucksäcke in Quilotoa an. Lisa ging es beim Aussteigen ganz schlecht. Wir checkten in dem Hostel ein, dass wir uns im Lonely Planet rausgesucht hatten. Lisa musste sich erstmal hinlegen, so dass wir allein zum Aussichtspunkt und dann auch hinunter zum Wasser liefen. Abends gab es in unserem Hostel eine Gemüsesuppe und Huhn mit Reis…sehr typisch für hier.

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Der nächste Tag sollte mit dem Frühstück um 7:30Uhr beginnen. Doch es war keiner zu sehen… gegen 9Uhr fanden wir dann heraus, dass es das Frühstück im Nachbarhostel gegeben hätte…woher soll man das denn wissen? Zum Glück bekamen wir noch etwas, damit wir uns für den „Quilotoa-Loop“ stärken konnten. Wir wollten nämlich heute auf dem Kraterrand einmal um die Lagune wandern.

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Wir ließen uns viel Zeit. Die Höhe war nicht zu verachten. Wir bekamen Einblicke ins Hinterland und sahen die Lagune von allen Seiten. Es war wahnsinnig windig, was die engen Passagen interessant machte. Einige windstille Ecken nutzten wir, um uns in der Sonne zu entspannen 😀

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Das Abendessen mussten wir übrigens erst wieder suchen…das gab es dann nämlich auch im Nachbarhostel, aber nicht wie gestern pünktlich 19Uhr…