Archiv der Kategorie: Brasilien

Florianopolis

Florianopolis war für uns nur ein kurzer Zwischenstop auf dem Weg weiter in Richtung Süden. Da wir nicht zwei Tage am Stück im Bus sitzen wollten, entschieden wir uns für einen Tag Aufenthalt in Floripa. Das heißt eigentlich verbrachten wir ihn nicht in der Stadt, sondern fuhren ans Nordufer der Halbinsel, an dessen Beginn Floripa liegt. Wir wollten dort an den Strand gehen, was wir auch taten. Es war ein schöner Strand, das Wasser war ein wenig kalt. Und weiter geht die Reise…

Mit dem Serra Verde Express zur Ilha do Mel

In Curitiba hatten wir das Auto ausgeliehen, also brachten wir es auch dort wieder zurück. Nach einer Nacht im Hotel(!) ging es für uns früh weiter Richtung Küste. Wir fuhren mit dem Serra Verde Express nach Morretes. Die Strecke an sich ist sehr schön. Sie führt durch Wälder, über Brücken entlang von Wasserfällen und Seen hinab, bis sie in Morretes ankommt. Spektakulär ist aber etwas anderes ;). Wir hatten allerdings auch die mittlere Klasse gewählt, was einen Guide in Portugiesisch beinhaltete…somit bekamen wir nicht alle Informationen mit. Aber es war schon schön.

Von Morretes wollten wir weiter auf die Ilha do Mel. Das hieß mit dem Bus weiter bis nach Paranaguá und dort auf die Fähre. In 2h waren wir auf der Insel und mit uns das mäßige Wetter. Nichts war mit baden…es war bewölkt und frisch. Wir suchten uns einen Campingplatz…den Sand haben wir heute noch im Zelt. Die Insel ist nicht sehr groß, so dass wir an 2 Tagen den Leuchtturm, eine Höhle und die Festung entspannt anschauen konnten. Wir liefen meist am Strand entlang. Ein Rückweg war allerdings nicht mehr möglich, weil Flut war. So mussten wir uns einen anderen Weg suchen. Die Tage waren sehr entspannt. Und wir genossen die Stille auf der Insel, bevor im Hochsommer die Touristen und Einheimischen massenweise hier Erholung suchen.

Intervales

Was macht man auf einer Weltreise als Cacher? Man sucht DEN letzten Cache eines Cachetyps, den es noch gibt. Praktisch, dass er für uns „auf dem Weg“ lag ;). Als die Planet der Affen erschienen, gab es einen Typ Cache, genannt APE-Cache. Von diesen gibt es jetzt nur noch DEN einen. Und der liegt in Brasilien im Intervales Statepark. Da die Parkranger nur Portugiesisch sprechen, ließen wir uns vom Besitzer des Caches eine Unterkunft buchen, ohne zu wissen, was uns erwartet. Wir mieteten uns ein Auto für 5 Tage und kamen mit diesem hab 9 im Dunkeln im Intervales Statepark an. Der Pförtner wusste gleich, wer wir sind. Er rief jemanden an und wir sollten dem kurze Zeit später kommenden Auto folgen. Wir fuhren zum Haupteingang, bekamen den Schlüssel von unserer Esquilo Lodge und wurden dann zu dieser begleitet. Wir bezogen unser Quartier für die nächsten 3 Nächte. Wir wohnten in einem Haus mit Küche, Aufenthaltsraum mit Kamin und Fernseher im Erdgeschoss. In die oberen 5 Zimmer kamen später am Abend noch junge Brasilianer, die aber nett waren und uns nicht störten. Am nächsten Tag meldeten wir uns noch offiziell an…auch die Frau an der Rezeption wusste gleich, wer wir sind. Gut so, denn auch sie sprach nur Portugiesisch. Nun konnte das Abenteuer losgehen. Wir wählten zuerst die Wanderweg Richtung APE-Cache. Von offiziellen Weg ging es einen gut ausgelatschten Trampelpfad in den Dschungel. Wir hörten Vögel, sahen eine Schlange (wie sich später herausstellte war sie giftig) und dann erreichten wir IHN. Wie schön leuchtete die riesengroße Militärbox in der Dose. Fast wie im Film :D. Wir ließen uns Zeit mit loggen, Fotos machen, alles anschauen, was drin ist und mit Lesen der Logeinträge. Und was nun? Na es gibt noch soooo viele andere Caches im Nationalpark. Und so entdeckten wir ganz tolle Ecken im Park, inklusive Aussichtspunkten, Seen und Kalkhöhlen. Außerdem gab es eine Menge tolle Tiere und Pflanzen zu bestaunen. In den Tagen im Park wurde es nicht langweilig. Am letzten Tag lernten wir noch den Besitzer des Caches kennen. Er lebt im Park und arbeitet dort als Ranger. Es war auf alle Fälle ein kleiner Umweg, der sich gelohnt hat und den wir jedem empfehlen würden…auch ohne cachen ist der Park wunderschön.

Foz do Iguazu

Zum Foz do Iguazu gibt es eigentlich gar nicht viel zu sagen: Es ist eine Vielzahl von atemberaubend schönen und mächtigen Wasserfällen, die über verschiedene Stufen herunterdonnern. Die Wassermassen sind wahnsinnig und die Ausblicke von überall überwältigend. Wir hatten zwei Tage…einen für die brasilianische, einen für die argentinische Seite. Erstere überzeugte uns mehr, aber vielleicht nicht zuletzt, weil in Argentinien einer der Wege gesperrt war, wo man am weitesten an die Fälle herankommt. Im Frühling war hier nämlich so ein Hochwasser, dass es die Weginstallationen zum Teil weggespült hat.
Bilder Brasilien:


Bilder Argentinien:

Am ersten Tag waren wir noch im Vogelpark…so viele exotische und vor allem bunte Vögel auf einem Haufen ist schon toll anzusehen!

Itaipu

Wir fuhren mit einem kleinen, viel zu kalten Bus in meinen Geburtstag hinein. Es ging über die argentinische Grenze und zu unserem Hostel dort. Aber wir wollten uns noch etwas anschauen. Also ging es zum Itaipu-Staudamm. Dieser ist der am meisten Energie bringende Staudamm der Erde und liegt am Fluß Iguazu, der ein Stück weiter unten über die spektakulären Wasserfälle fließt. Wir buchten eine Tour durch das Staudammgelände. Mit einem Doppelstockbus ging es auf Tour und wir hielten an 3 Stops, wo wir uns umschauen konnten und etwas erklärt bekamen. So sahen wir das mächtige Bauwerk auch von oben, heißt von der Dammkrone, wo das Wasser so breit fließt, dass man nicht mehr erkennt, dass es „nur“ ein Fluß ist.
Wieder zurück, liefen wir schnell noch rüber nach Paraguay, damit wir den Stempel im Pass und den Cache in der Tüte haben. Und dann ging das Länderhopping für heute dem Ende entgegen: Wir fuhren wieder nach Argentinien, um dort meinen Geburtstag bei einem obermegaleckeren Steak ausklingen zu lassen. Der Cocktail danach an der Hostelbar war weniger der Hit: Es gab nur noch 1 Caipirinha, der Zucker darin fehlte und Strohhalme waren auch aus…