Archiv der Kategorie: Chile

Osterinsel

Wir hatten sieben Tage Zeit für die Osterinsel. Das ist recht viel, wenn man bedenkt, dass die längste Ausdehnung 40km beträgt. So ließen wir uns für alles extrem viel Zeit. Wir übernachteten auf dem Campingplatz im Ort. Das Internet dort ließ sich für 5000 Peso (7€) aber auch extrem viel Zeit ;). Den ersten Tag liefen wir zum Krater Rano Kau und zu alten Dorf Orongo. Dort siedelten ehemals die Ureinwohner während Feierlichkeiten rund um den Vogelmannkult. Dabei wurde derjenige besonders geehrt, der das erste Ei im Jahr der Ruß-Seeschwalbe von der 1,5 km entfernten Insel heil ans Festland bringt. Wir erkundeten außerdem die Stadt und seine Shops.

Die nächsten Tage ging es zu den verschiedenen Moai. Sie stehen meist an der Küste (außer eine Gruppe) mit Blick ins Landesinnere. Manchmal steht da nur einer oder aber bis zu 15 am Stück. Und manchmal stehen sie wieder (wurden wieder aufgerichtet) oder sie liegen noch (sie wurden umgeworfen). Wir hatten für zwei Tage einen Scooter gemietet (das Drama um die Mietung ist eine andere Geschichte ;)), so dass wir 2x zum Sonnenaufgang nach Tongariki fuhren, wo man die Moai vor herrlicher Sonnenaufgangskulisse stehen hat. Und 3x waren wir zum Sonnenuntergang nahe dem Ort bei Moai, die eine ganz tolle Sonnenuntergangskulisse bilden ;). Dazwischen fuhren wir einmal um die ganze Insel mit den diversen Stopps an (fast) allen Moai, am besonders beeindruckenden Moai-Steinbruch, am einzigen Sandstrand (natürlich mit Moai) und an Petroglifen. Und wir liefen auf den höchsten Hügel der Insel, den Mount Terevaka, der immerhin 507m misst.

Wen es interessiert:

Die Story zur Scootermiete. Wir entschieden uns, einen Scooter für zwei Tage zu mieten, weil das billiger war (43Euro), als Fahrräder für zwei Tage (57Euro). Wir reservierten ihn für den nächsten Morgen 10Uhr. Da war aber kein Scooter da, weil er in der Werkstatt war. Wir machten aus, dass wir ihn abends abholen können. Da war aber auch kein Scooter da. Die Frau war ein wenig freundlicher und versprach uns, dass wir ihn am nächsten Morgen bekämen und dafür dann drei Tage zum gleichen Preis, weil der Laden am Abgabetag (Sonntag) zu hat. Am nächsten Morgen war der Scooter aber auch nicht da und wir sollten eine halbe Stunde warten…dann kam er tatsächlich. Als wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang fahren wollten, ging das Licht nicht. So fuhren wir mit vorn und hinten einer Stirnlampe in die schwarze Nacht ca. 30km. Später stellte André fest, dass man zum Licht-anmachen noch einen Knopf mehr drücken musste…die zweite Fahrt zum Sonnenaufgang war also dann mit Licht. Wir teilten uns die Zeit so ein, dass wir drei Tage etwas mit dem Scooter unternehmen konnten. Als wir am zweiten Tag am späten Nachmittag wieder im Ort waren, kam die Frau von der Vermietung hinter uns hergedüst, wir sollten den Scooter morgen früh wieder abgeben. Es würde extra jemand kommen, der Sonntag den Laden dafür aufmacht. Schade…aber ok. Abends kam noch ein Typ zum Zeltplatz, der uns suchte, weil er uns sagen wollte, dass wir den Scooter am nächsten Morgen abgeben sollten. Er erwischte uns aber nicht, sondern erzählte es nur dem Zeltplatzbesitzer (der uns nicht kannte, obwohl wir daneben saßen…aber wir gaben uns nicht zu erkennen). Wir fuhren dann morgens zur Abgabe, die 9-9:30Uhr stattfinden sollte. 9Uhr war aber niemand da. Wir warteten bis Punkt 9:30Uhr, dann kam tatsächlich der Typ vom Vorabend. André machte ihn zur Schnecke. Die beiden diskutierten wie wild, weil ja auf unserem Vertrag steht, wir hätten den Scooter drei Tage. Was auf de Vertrag steht, interessiere nicht, er bräuchte den Scooter heute. Jaja…zum Sonntag. Naja. Uns war ja klar, dass wir keine Chance hatten, aber gesagt werden musste das mal. Vertrag ist ja schließlich Vertag. So waren wir nun doch nach 2 Tagen den Scooter wieder los und waren froh, dass wir uns die Zeit so eingeteilt hatten, dass wir „nur“ den Strandtag zum Baden verpasst haben…

Banos Colina

Den heutigen Tag war eine Bergtour angedacht. Wir packten die Steigeisen und die Pickel ein und machten uns zu viert (Andreas Mutti blieb beim Zelt) auf den Weg. Wir wussten nicht, wie die Berge heißen oder wo es normalerweise hochgeht, wir suchten uns einfach den aus, der machbar aussah. Am unteren Schneefeldende angekommen, schnallten wir die Steigeisen an und nahmen die Pickel in die Hand. Ich hatte das noch nie gemacht, aber es ging gut, ich fühlte mich super sicher und hatte gar keine Probleme mit dem immer steiler werdenden Aufstieg. Wir erreichten gegen 14Uhr einen Vorgipfel und beschlossen, hier umzukehren. Und abwärts gings schneller…die Jungs schnallten die Steigeisen sogar ab und rutschten so runter. Andrea und ich trauten uns das nicht, aber marschierten flott hinab. Für uns beide gings auch nochmal in die heißen Quellen, bevor wir losfuhren. Zwei Stunden später hatte uns die Großstadt wieder. Wir aßen noch etwas und verabschiedeten uns schon von den dreien, weil wir am Montagmorgen sehr zeitig zum Flieger mussten…

Laguna Morado

Wir fuhren mit Andrea, ihrer Mutter und Holger in die Berge nahe Santiago (Cajon del Maipo). Natürlich vergassen wir nicht unsere Zeltausrüstung und Wandersachen mitzunehmen. Den ersten Tag ging es zur Laguna Morado, welcher ein leichter Wanderweg ist, der weiter oben allerdings noch mit reichlich Schnee versehen war. Da wir Bergstiefel anhatten, machte uns das wenig aus. Von der Lagune war nicht viel zu sehen, da sie fast komplett noch unter Schnee lag. Nach einer Brotzeit machten wir uns auf den Rückweg und setzten mit dem Auto nach Banos Colina um. Das ist ein Gelände, wo es heiße Quellen zum baden hat und man auch in unmittelbarer Nähe zelten kann. Nach dem Abendessen (es war schon dunkel) nutzten wir die Bademöglichkeit … das heißeste Bad war mir bald zu heiß, so dass ich eine Stufe weiter runter musste. Aber herrlich … solange man nicht hinterher raus an die Luft muss ;).

Santiago de Chile

In Santiago besuchten wir Andrea und Holger, Freunde aus Chile bzw. Dresden. Wir hatten einen Tag in der Stadt, bevor wir das Wochenende mit den beiden und Andreas Mutter in den Bergen nahe Santiago verbrachten. Da wir beide schon mehrmals in Santiago waren, suchten wir primär Geocaches und schauten was sich im Zentrum verändert hatte. Da es reichlich warm war, hielt sich die Motivation ein wenig in Grenzen.