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Tahiti

Für Tahiti hatten wir nun noch zwei Tage. Das reichte auch um tatsächlich festzustellen, dass Tahiti überbewertet wird. Den ersten Tag kümmerten wir uns um ein Auto für den zweiten Tag. Wir fuhren also zum Flughafen raus, weil wir gehört hatten, dass es da die billigsten Autos gibt. Das war auch so und wir sollten es am nächsten Tag sogar frei Hostel geliefert bekommen. Wenn das mal nichts ist. Scooter gibt es übrigens auf Tahiti nicht zu mieten, weil zu viele Unfälle passiert sind wegen besoffenen einheimischen Autofahrern. Ok. Wir beschlossen den Rest vom Tag mit ein, zwei Caches in der Stadt. Am schönsten fanden wir es aber an der Hafenpromenade. Dort war ein kleiner Grünstreifen, auf dem wir uns auch in die Sonne setzten und diese einfach nur genossen. Wir gingen auch in das Perlenmuseum, was den Verkaufsraum gleich angeschlossen hat und deswegen kostenlos war. Hier gab es von billigen minderwertigen einzelnen Perlen bis hin zu sauteuren Halsketten alles, was das Perlenherz begehrt. Die größte und teuerste einzelne Perle ist übrigens 18mm im Durchmesser und sozusagen unbezahlbar.

Am nächsten Tag fuhr tatsächlich früh unser Auto vor. Wir hatten nun den ganzen Tag Zeit, um die Insel zu umrunden. Von einer Hostelmitbewohnerin hatten wir gehört, dass sie einfach in ein Hotel reingelaufen ist um den schönen Strand zu nutzen. Das war unser erster Stopp. Wir gingen zwar nicht baden, schauten uns aber die Postkartenidylle an. Ja…das ist, wie man sich Tahiti vorstellt. Als nächstes hielten wir an einem botanischen Garten. Dort gab es auch drei Höhlen, die so naja waren. Die Blumen im Garten waren hingegen super schön. Wir fuhren am östlichen Ende der Hauptinsel noch auf die kleinere Halbinsel, die sich anschloss. Dort gab es noch einen Aussichtspunkt, von dem aus wir aber nicht mehr so viel sahen, da die Hauptinsel oben total in den Wolken hing. Zurück ging es an der Nordseite der Insel und dann waren wir auch schon rum. Wir sammelten alle Caches ein, an die wir rankamen und waren abends wieder im Hostel. Früh gaben wir das Auto am Flughafen ab, so dass wir gleich mit unseren Sachen vorfahren konnten. Sehr praktisch eingefädelt ;). Wir sind also von Tahiti enttäuscht, von Moorea eher angetan und würden jedem empfehlen, lieber dort hin zu fliegen.

Moorea

Tahiti ist das Paradies. Zumindest, wenn man die Reisebüros so hört und die Bilder im Internet anschaut…meilenweit lange weiße Sandstrände mit Palmen und glasklarem Wasser. Unterwegs hatten wir aber schon gehört, dass Tahiti überbewertet wird. Moorea, die kleine Nachbarinsel sollte z.B. viel schöner sein. So entschieden wir uns schon vorher, dort für drei Tage zu bleiben und anschließend die restlichen drei Tage auf Tahiti. Wir kamen zu einer unchristlichen Zeit mitten in der Nacht an, wo nichts bezahlbares mehr in die Stadt fuhr. So warteten wir auf dem offenen Flughafen bis es hell wurde und fuhren dann mit dem Bus zur Fähre. Mit dieser setzten wir dann gleich in einer Stunde über auf Moorea. Der Wind an Deck war beeindruckend, da die Fähre mit ca. 50km/h fährt. Als wir uns der Insel näherten sahen wir schon die beeindruckende Landschaft: sie besteht nicht aus den tollen Sandstränden, sondern aus Bergen, die fast senkrecht und direkt aus dem Meer emporragen. Nach der Ankunft mussten wir wieder auf den Bus warten, der nur an die andere (teurere) Fähre Anschluss hat und uns zu unserem Zeltplatz brachte. Das war die billigste der sonst übermäßig teuren Unterkünfte auf Moorea. Es gab putzige Regeln, aber dafür auch einen tollen Strand. Den nutzten wir zum Baden und zum Schnorcheln. Dazu hatten wir uns Schnorchelausrüstung im nahen „Einkaufszentrum“ gekauft.

 

Am zweiten Tag erkundeten wir die Insel mit einem Scooter. Wir hatten ja nun schon Erfahrung von der Osterinsel. Problemlos per Email hatte ich am Vortag einen Scooter reservieren können und der wurde uns sogar angeliefert. Pünktlich 7:30Uhr wurde er vorgefahren und wir hatten ihn nun für 24h. Wir entschieden uns, im Uhrzeigersinn um die Insel zu fahren. So kamen wir zuerst zum Belvedere, einem Aussichtspunkt, der im Landesinneren auf der Nordseite der Insel liegt und ein phantastisches Panorama auf die Cook Bay bietet. Später waren die Berge alle in den Wolken, so dass es eine gute Entscheidung war, so zeitig dort hin zu fahren. Hier sahen wir nochmal die regenwaldgrünen Berge, die neben den Buchten emporschießen. Dazwischen die blauen Meeresbereiche…toll. Die wollten wir uns genauer anschauen. Wir fuhren zum Temae Strand. Der schönste, den es auf Moorea außerhalb von Hotelgeländen geben soll. Und der ist wirklich schön. Nur zu viel getrocknete Algen liegen auf dem Sand, die ganz schön stacheln beim Drüberlaufen. Wir schnorchelten ein wenig herum und genossen die Sonne. Weiter auf unserer Route sah es nämlich wie Land-unter aus. Wir entschlossen uns, wieder zurück zu fahren und das Ganze von hinten aufzurollen…gesagt, getan. Wir düsten die ganze Strecke zurück, schauten kurz am Zeltplatz vorbei und fuhren noch zu einem Wasserfall. Dann war der Tag auch schon wieder rum.

So pünktlich, wie der Scooter kam, wurde er auch wieder abgeholt. Nun hatten wir keinen fahrbaren Untersatz mehr und wollten heute eine Runde paddeln gehen. Wir hatten gestern in Erfahrung gebracht, dass eine Hotel, was gleich beim Zeltplatz um die Ecke liegt, Kanus ausleiht. Wir liefen dort also hin, blieben aber bei einem privaten Verleiher ein paar Meter vorher hängen, der das Ganze etwas billiger anbot. Wir hatten so vier Stunden Zeit, um vor der Küste und um die zwei vorgelagerten Inseln herumzupaddeln. Zuerst parkten wir das Boot so, dass wir zwischen den Inseln in dem beruhigten Bereich schnorcheln konnten. Die Artenvielfalt war nicht so toll wie auf Galapagos, aber die Fische waren trotzdem sehr schön bunt. Dann ging es noch um beide Inseln herum…das war ganz schön anstrengend in den Bereichen, wo der Wind direkt von vorn kam. Außerdem hatten wir öfter einen Zick-Zack-Kurs…das Boot muss nicht ganz symmetrisch gewesen sein ;). Nach der Zeit gaben wir das Boot wieder ab und liefen zurück zum Zeltplatz. Wir genossen die Zeit bis zur Fährfahrt am Strand. Zur Fähre kamen wir per Anhalter…das erste Auto hatte direkt angehalten und uns sogar bis zur Fähre gebracht, obwohl die Frau nur bis zum Ort vorher musste.