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Kuala Lumpur

Wir landeten nach dem Mittag in Malaysias Hauptstadt, Kuala Lumpur. Es dauerte eine Weile, bis unser Gepäck kam, aber dann verlief die Einreise recht zügig. Mit dem Zug ging es in die Stadt und das letzte Stück zu Fuß. Dabei schwitzten wir schon ordentlich, denn die Luftfeuchte ist hier enorm. Auf unserem verlängerten Stopover wollten wir auf alle Fälle eins: die Petronas Tower besichtigen. Deswegen liefen wir noch am gleichen Abend da hin und kauften uns Tickets für den nächsten Abend. Wir hatten gelesen, dass sie zum Teil schon einen Monat vorher ausverkauft sind. Zum Glück gibt es eine so genannte Skybridge für den Großteil der Strecke von unserer Unterkunft. So spart man sich zeitaufwändige Strassenkreuzungen (man denkt noch dazu, ganz Kuala Lumpur ist eine Baustelle) und läuft die ganze Zeit in halbwegs klimatisiertem Gelände. Durch Zufall entdeckten wir, dass hinter den Towers eine Licht-Wasser-Show stattfindet und sahen sie uns beeindruckt an.

Neben den Petronas Towers wollten wir noch in den Birds Park, dem größten Freifluggehege der Welt. Wir machten uns am nächsten Tag auf den Weg. Dieser führte uns indirekt durch Chinatown, auf den Merdeka Platz mit dem Sultan Abdul Samad Gebäude und durch die City Galerie. Schließlich war die Zeit so fortgeschritten, dass wir den Vogelpark auf morgen verschoben. Statt dessen sahen wir uns hunderte tolle und exotische Orchideen im dazugehörigen Park an. Manch deutscher Orchideenhalter wurde hier vor Neid erblassen ;). Aber wer will schon zu Hause ständig 33˚ und 100% Luftfeuchte ;).
Auf dem Weg zu den Towers kamen wir an der Nationalmoschee vorbei, die gerade die Tore für Touristen öffnete. André wollte erst nicht so richtig, aber als ich in der Schlange stand, kam er doch mit. …und war schneller drin als ich. Man bekam nämlich erst ordnungsgemäße Kleidung verpasst. Das hieß Schuhe aus (was für ein Mief!) und kurz angezogene Touristen bekamen einen Umhang, die Frauen aber zusätzlich noch ein Kopftuch. Diese wurden vor mir langsam knapp, aber ich durfte mit dem fachmännisch gefalteten Sarong um den Kopf eintreten. Eine sehr interessante Geschichte. Wir sahen auch häufig Frauen auf den Straßen, die ein Kopftuch trugen und ein paar (wenige), die in kompletter Burka verhüllt waren.
Doch nun war es an der Zeit für die Petronas Towers. Sie sind seit der Fertigstellung des Taipeh 101 nicht mehr die höchsten Gebäude der Welt, sondern rangieren mittlerweile auf Platz acht. In 45 Sekunden wurden wir in den 41. Stock (170m Höhe) zur Skybridge gefahren. Dort hatten wir die Möglichkeit zu fotografieren, bevor es weiter in den 86. Stock (367m) ging. Auch hier hatten wir Zeit und dann ging es mit dem Lift wieder hinab. Schon super, die Sicht da oben… es ist alles so klein. Nur der zweite Tower und die Antenne vom Fernsehturm stören die Sicht ;). Wir sahen uns satt, bis die Zeit rum war. Als Abschluss verfolgten wir 3x die Licht-Wasser-Musik-Show, die alle halben Stunden zwei Lieder zeigt und spielt. Auch das ist toll gemacht und findet sehr guten Zuspruch, wie man an den Menschenmengen unschwer erkennen konnte.

Am letzten Tag ließen wir und früh ein wenig mehr Zeit, denn die Post machte erst 10Uhr (immerhin hat sie sonntags überhaupt auf) auf. Da wir die Schlafsäcke, Isomatten und Kochgeschirr nicht mehr brauchten, schickten wir sie nach Hause. Wir hatten tags zuvor für 50ct im Supermarkt um die Ecke eine Kiste erstanden, die groß genug war. (Dafür sortierte der nette Supermarktangestellte 60 Serviettenpackungen in die bereits übervollen Regale.) Die 5m Klebeband wurden zur Stabilisierung verklebt. Auf der Post ging es recht problemlos, denn die Frauen am Schalter waren sehr hilfsbereit. Wir füllten das Formular aus, bezahlten für die 9,5kg umgerechnet 90EUR und fertig war das Ganze. Jetzt muss es nur noch ankommen und es soll auch nur zehn Tage dauern.
Das Nützliche war erledigt, jetzt ging es zum Vergnügen. Nach einem Abstecher nach Little India liefen wir zum Vogelpark. Unterwegs trafen wir ein Pärchen, die es uns nicht empfahlen, wenn wir nicht nur ein paar Tauben sehen wollen. Wir wagten es trotzdem und wurden nicht enttäuscht. Neben der größten und bisher schönsten Taube, die ich je gesehen habe, gab es noch allerhand mehr zu entdecken. Aber seht selbst auf den Bildern…
Den letzten Abend verbrachten wir um die Ecke des Hotels. Aber nicht in der Tourikneipenmeile, sondern auf einer chinesischen Straße mit super vielen, toll aussehenden und leckeren Gerichten. Was es alles (auch Sonderbares) zu essen gab, seht ihr auch auf den Bildern … man kann gar nicht alles beschreiben ;).


Die zwei Tage in Kuala Lumpur waren sehr spannend, haben uns aber gereicht … jetzt geht’s weiter in die Metropole Bangkok …